24.10.2025: In dieser Woche wurden zwei neue Großtransparente aufgehängt. Beim Säge- und Hobelwerk Holztechnik Zwickl GmbH in Schrems und bei der Firma Leopold Polt Gastro-, Kälte- & Veranstaltungs-Technik in Aalfang. Herzlichen Dank für diese wertvolle Unterstützung an die Unternehmer und Helfer!

23. Oktober 2025: Gemeinsam mit unseren Mitstreiter:innen von #unsernotarztbleibt besuchen wir wieder still aber unübersehbar den NÖ Landtag. Aktivist:innen aus fünf Regionen – Pressbaum/Purkersdorf, Waidhofen an der Ybbs, Retz, Großenzersdorf und Gmünd – kommen zusammen, um für ein Aufschnüren des Gesundheitsplan NÖ 2040+ einzutreten sowie die Zusammenarbeit zu koordinieren und zu stärken. Danke an alle, die dabei waren!
Im Landtag wurde beschlossen, den Gesundheitsplan 2040+ weiterhin konsequent umzusetzen und alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen um etwa die Neuausrichtung der Rettungslandschaft zu realisieren. Dennoch: Den Demonteuren kommen anscheinend Zweifel. Also muss man beschließen, einen Beschluss zu bestätigen. Um sich Mut zu machen? Der Druck auf die regionalen Abgeordneten aus der Bevölkerung ist groß. Das wurde in der Landtagsdebatte ersichtlich: Die Redner:innen der Grünen, der Neos und der SPÖ haben jedenfalls auch angeregt, mehr oder weniger auf die kritische Haltung der Bevölkerung einzugehen. Der Redner der ÖVP meinte zumindest, dass die „Reformen“ erst realisiert werden, wenn ein Ersatz da ist. Nur der Redner der FPÖ ging überhaupt nicht auf die Sorgen der Menschen ein.
Wir sind lange noch nicht am Ziel aber etwas kommt in Bewegung. Und wir kommen wieder!
Unsere Notarztstützpunkte bleiben, denn jede Sekunde zählt !
Unser Krankenhaus Gmünd muss bleiben !
18. Oktober 2025: Ein riesengroßes Dankeschön! Trotz des unbeständigen Wetters habt Ihr uns heute wieder am Wochenmarkt besucht. Das bedeutet uns wirklich viel! Eure Offenheit, die tollen Gespräche und das gemeinsame Interesse an unseren Themen zeigen, wie stark unser Zusammenhalt in der Gemeinde ist. Danke, dass ihr euch Zeit genommen habt – für den Austausch, fürs Zuhören und fürs Miteinander.
Ein großes Danke auch an die Freund:innen von zusammenHalt NÖ, die uns mit Kuchen versorgt haben und am Nachbarstand unermüdlich und voller positiver Energie für Demokratie und Menschenrechte eingetreten sind.

11. Oktober 2025: Wieder finden wir uns am Gmünder Wochenmarkt ein. Um Präsenz zu zeigen, über unsere nächsten Pläne zu informieren und mit Menschen im Gespräch zu bleiben. Auch die Unterschriftenlisten sind dabei und werden gerne genutzt. Besonders freut uns heute der Besuch unseres Stadtrates Thomas Miksch, mit dem es regen Austausch gibt. Wir sind uns einig: Gemeinsam sind wir stärker!



04. Oktober 2025: Nach einer ereignisreichen Woche haben ein paar unermüdliche Aktivist:innen zum Drüberstreuen noch einen kleinen Auftritt bei der feierlichen Eröffnung des Hochwasserschutzes am Gmünder Gemünde. Anwesend sind neben unserer Bürgermeisterin Helga Rosenmayer auch Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (u.a. zuständig für die Landeskliniken), Nationalratsabgeordnete Martina Diesner-Wais, Landtagsabgeordneter Michael Bierbach und die neue Bezirkshauptfrau Renate Giller-Schilk.


Unser Transparentwagen ist unübersehbar am gegenüberliegenden Damm platziert und wird von der hohen Politik wohl wahrgenommen. Einige Besucher:innen des Festaktes schicken zustimmende Gesten über das Wasser.
03. Oktober 2025: Der Verein #LKGmündbleibt hält die erste Mahnwache für den Erhalt unseres Krankenhaus Gmünd. Vom frostigen Morgen um 8:00 über einen sonnigen Herbsttag bis in die Kühle des Abends um 20:00 setzen wir vor dem Landesklinikum Gmünd ein Zeichen des Widerstandes und führen viele Gespräche. Das positive Feedback unserer Besucher:innen gibt uns Rückenwind und neue Ideen.
Der Besuch eines Aktivisten der Initiative #unsernotarztbleibt aus dem fernen Stockerau freut uns sehr. So schreitet auch die Vernetzung mit anderen Gruppen voran und es werden neue Pläne geschmiedet.

Heute ist nicht aller Tage. Wir kommen wieder – keine Frage!
Bildergalerie: Erste Mahnwache vor dem Krankenhaus Gmünd
Ein Song von Kurt Karasek A.i.
[Verse 1]
In einem Bezirk, wo der Wind so weht,
Wo jeder kennt, wie das Leben vergeht.
Die Straßen leer, und die Fragen so schwer,
Wie kann es sein, dass die Nöte nicht zählen mehr?
Ein Bezirk ohne Krankenhaus, das geht nicht klar,
Wir stehen zusammen, wir sind schon längst da.
Ein Heimatgefühl, das uns alle vereint,
In LK Gmünd, da wird niemand verneint.
[Chorus]
NO NO NO, lass unser Krankenhaus stehen,
In Gmünd kämpfen wir, lassen wir die Hoffnung nicht verwehen.
Wir sind keine Politiker, wir haben kein Geld,
Doch für unser Spital, stehen wir fest wie die Welt.
Kämpfen für Gmünd, wir sind stark, wir sind hier,
Ein Bezirk ohne Krankenhaus, das ist kein Plädoyer dafür.
[Verse 2]
Die Stimmen erheben, wenn das Licht langsam glüht,
Zusammen geh’n wir, wenn die Einsamkeit blüht.
Die Schwestern, die Ärzte, sie wissen genau,
Ein Leben in Sicherheit, das ist unser Bau.
Die Herzen schlagen, im Takt dieser Nacht,
Die Lichter von Gmünd, sie machen uns stark.
Wir sind die Bürger, vereint und bereit,
Für unser Bezirk, kämpfen wir in Einheit.
[Chorus]
NO NO NO, lass unser Krankenhaus stehen,
In Gmünd kämpfen wir, lassen wir die Hoffnung nicht verwehen.
Wir sind keine Politiker, wir haben kein Geld,
Doch für unser Spital, stehen wir fest wie die Welt.
Kämpfen für Gmünd, wir sind stark, wir sind hier,
Ein Bezirk ohne Krankenhaus, das ist kein Plädoyer dafür.
[Bridge]
Die Kinder, die Alten, wir alle sind hier,
Gesundheit ist ein Recht, für dich und für mir.
Gemeinsam sind wir stark, da gibt’s nichts zu versteh’n,
In LK Gmünd, da werden wir bestehen.
Die Ärzte, die Schwestern, sie spielen die Melodie,
Sie helfen uns allen, mit Herz und mit Magie.
[Verse 3]
Wir sammeln uns, in der Straßen voller Licht,
Jede Stimme zählt, niemand bleibt schlicht.
Die Hoffnung bleibt lebendig, in jedem Gesicht,
In Gmünd bleibt das Krankenhaus, so ist es in Sicht.
Die Zukunft ist unser, vom ersten bis zum Letzten,
Wir stehen zusammen, bis die Wunden vergessen.
[Outro]
Kämpfen für Gmünd, das ist unser Schwur,
Gemeinsam für die Zukunft, mit Herz und mit Pur.
Wir sind keine Politiker, doch wir geben nicht nach,
Für unser Krankenhaus, da setzen wir die Stärke wach.
27. September 2025: Um für die bevorstehende Mahnwache vor dem Krankenhaus am 03. Oktober zu mobilisieren und um Unterstützung für den Verein zu werben gibt es wieder einen Infostand am Gmünder Wochenmarkt. Wir verteilen Informationsmaterialien und sprechen mit vielen Menschen. Niemand ist für die Schließung, niemand versteht auch nur, wie man auf eine solche Idee kommen kann. Doch viele haben resigniert. Es ist uns vielleicht gelungen, wieder ein wenig Hoffnung zu wecken.
25. September 2025: Beim zweiten Besuch im Niederösterreichischen Landtag kommt es erstmals zu einem Zusammenschluss des Vereins #LKGmündbleibt mit der Initiative #unsernotarztbleibt. Beide Gruppen treffen sich bei der Landtagssitzung in St. Pölten auf der Zuschauertribüne zu einem stillen Protest, um den Widerstand gegen Teile des Gesundheitsplanes in NÖ zu vernetzen und auszuweiten.

Rund 40 Aktivist:innen sitzen auf der Tribüne und nützten die Gelegenheit, den für die geplante Schließung des Landesklinikum Gmünd und von 11 Notarztstützpunkten verantwortlichen Abgeordneten zu zeigen, dass das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen ist. Tamara Schönsgibl, Obfrau #LKGmündbleibt: „Wir haben alle Gründe für eine Schließung unseres Spital in Gmünd widerlegt. Jetzt verlangen wir Neuplanung mit Einbeziehung der regionalen Expert:innen. Außerdem verlangen wir eine Klage gegen das Land, das scheinbar ohne Rechtsgutachten behauptet, die von Erwin Pröll vertraglich zugesicherte Standortgarantie müsse nicht eingehalten werden.“
Auch Josef Baum, Stadtrat in Purkersdorf und Initiator einer Unterschriftenaktion gegen die Schließung des dortigen Notarztstützpunktes stößt ins selbe Horn: „Die Streichung unseres Notarztes verschlechtert die Gesundheitsversorgung in der Region. Wir stehen für den Erhalt aller Notarztstützpunkte ein und setzen dabei auf die Vernetzung mit allen Kräften in NÖ, die wollen, dass es nach einer Gesundheitsreform nicht -wie so oft nach Reformen – für die Bürger:innen schlechter wird als besser.“ Und Martin Dowalil, Stadtrat in Waidhofen/Ybbs: „Wir freuen uns mit dem Verein „#LKGmündbleibt“ einen starken Partner aus dem Waldviertel an unserer Seite zu haben. Natürlich braucht es eine Reform, die soll aber auch wirklich den Menschen helfen. Wir verlangen von unseren hochbezahlten Politiker:innen, dass sie die Bevölkerung ernst nehmen und schlechte Ideen durch bessere ersetzen. Es geht immerhin um Leben oder Tod, da darf es keinen Spielraum für politische Machtspiele geben.“
Die Vernetzungsarbeit wird auch nach der Landtagssitzung weitergehen. Nur gemeinsam werden wir stark genug werden, um die mächtige Landesregierung zum Einlenken zu bewegen. Denn alles ist möglich, wie bei David gegen Goliath!
Bildergalerie: Protest im NÖ Landtag, 25. September 2025
Last Updated: 19.11.2025
Offener Brief an die Landeshauptfrau
09. November 2025: Da uns bislang jede Möglichkeit auf ein Gespräch verwehrt wurde, haben wir den Tag der offenen Tür im Landtag genutzt, um der Landeshauptfrau persönlich einen offenen Brief zu überreichen. Wir warten gespannt auf die Antwort und werden uns erlauben, diese auch zu urgieren, wenn notwendig.
Sehr geehrte Frau Mag. Mikl-Leitner,
es wird eng im Land Niederösterreich. Den Verein #LKGmündbleibt, unsere Vernetzungspartner wie auch die großen Medien erreicht täglich eine Flut an Zuschriften von Menschen, die ihre Sorge und ihren Unmut darüber ausdrücken, dass es in einem Sozialstaat wie Österreich möglich ist, Menschen in akuten Notsituationen nicht rechtzeitig die Hilfe zukommen zu lassen, die sie dringend benötigen – mitunter bis zur letzten Konsequenz.
Wissen Sie, was die Menschen bewegt? Wut und Enttäuschung über jahrzehntelange politische Versäumnisse – und Unverständnis darüber, dass eine Reform der Gesundheitsversorgung im Rahmen des Gesundheitspaktes 2040+ unter Klubzwang, oft sogar gegen die persönliche Überzeugung einzelner Abgeordneter, dennoch beschlossen wurde. Viele der vorgesehenen Maßnahmen würden bei Umsetzung die Versorgung der Bürger:innen nicht verbessern, sondern verschlechtern. Sie tragen nicht zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung für alle bei, sondern führen zu deren Ausdünnung.
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Über die geplante Schließung des Landesklinikums Gmünd mussten wir aus den Medien erfahren. Bislang haben Sie als Entscheidungsträger jedes direkte Gespräch mit uns verweigert. Über die Gründe für diese beharrliche Abwehr lässt sich nur spekulieren: fehlen tragfähige Argumente, handelt es sich um politische Willkür, oder ist es schlicht Ignoranz? Tatsache ist: Die bisher kommunizierten Rechtfertigungen für die Schließung entbehren jeder fachlichen Grundlage. In über 40 Jahren hat das Landesklinikum Gmünd bewiesen, dass es ein unverzichtbarer Bestandteil der regionalen und überregionalen Gesundheitsversorgung ist.
Der Gesundheitspakt 2040+ würde im Bezirk Gmünd zur Privatisierung der Gesundheitsversorgung führen. Auch wenn es nach dem ersten Interview der Hofmeistergruppe zur geplanten „Gesundheitsklinik“ auffallend still geworden ist, ist das Vorhaben keineswegs vergessen. Es dürfte sowohl in der Hofmeistergruppe als auch in der Politik aufgefallen sein, dass dieser Medienbericht (Interview mit Investor – Geplante Gesundheitsklinik: „Ort für Rundum-Begleitung von Patienten“ – NÖN.at), der als Aufklärung oder Werbung gedacht war, den gegenteiligen Effekt erzielt hat. Das Schweigen lässt uns nicht vergessen, was hier in Gmünd passiert.
Landes- wie Kommunalpolitik haben sich offenkundig verkalkuliert – nicht nur finanziell, sondern auch in der Einschätzung der Menschen vor Ort. Die Widerstände, die Sie Frau Landeshauptfrau abfällig als „gallische Dörfer“ bezeichnet haben, nehmen nicht ab, sondern zu. Sie sind heute Ausgangspunkt einer niederösterreichweiten Vernetzung, die offenlegt, was diese Gesundheitsreform in der Realität bedeutet: ein Sparpaket auf Kosten der solidarischen Gesundheitsversorgung für alle Bürger:innen.
Vielleicht überrascht es Sie: Wir bekennen uns klar zu einer Reform. Aber zu einer Reform, die sicherstellt, dass Verantwortung übernommen wird. Eine Reform, die nicht die Bürger:innen die
Rechnung für jahrzehntelanges Versagen in Finanz- und Personalpolitik zahlen lässt. Ja, auch im Landesklinikum Gmünd braucht es Umstrukturierungen. Doch diese müssen gemeinsam mit jenen Expert:innen erarbeitet werden, die nicht nur das Haus und seine Abläufe kennen, sondern auch die Region, ihre Menschen und ihre Anforderungen.
Lassen Sie uns in aller Deutlichkeit festhalten: Es geht hier um Menschen, um Gesundheit, um Leben. Politisches Taktieren, Machtspiele oder Unwahrheiten haben in diesem sensiblen Bereich keinen Platz.
Wir bitten Sie um Terminvorschläge für das bislang verwehrte Gespräch, mit Ihnen als Entscheidungsträger:innen – wahlweise gerne auch unter Beiziehung Ihrer Expert:innen. Selbstverständlich werden auch wir unsere Expert:innen beiziehen: Menschen, die das Haus, die Region, die Bevölkerung und deren Anforderungen seit Jahren kennen. Denn das Landesklinikum Gmünd muss auch in Zukunft ein wesentlicher Baustein der Versorgungssicherheit im Waldviertel und darüber hinaus bleiben.
Am 22. November begehen wir den 100. Geburtstag des Klinikstandortes Gmünd. Aus diesem Anlass laden wir Sie offiziell zu unserer feierlichen Mahnwache ein. Kommen Sie nach Gmünd, treten Sie in den Dialog mit den Menschen – und, noch wichtiger: hören Sie den Menschen zu.
Mit freundlichen Grüßen
Für den Verein #LKGmündbleibt zeichnen
Tamara Schönsgibl (Obfrau), Johannes Fessl (Obfrau StV)