1,7 Millionen Euro später: Die Folgen der Schließung und bessere Alternativen blieben bislang ungeprüft
Mit dem Gesundheitsplan 2040+ wurde die Schließung des Landesklinikums Gmünd beschlossen. Wie aus den Antworten auf unsere IFG-Anfragen hervorgeht, wurden die wirtschaftlichen, volkswirtschaftlichen, ökologischen und regionalen Folgen dieser Entscheidung sowie mögliche Alternativen jedoch nie umfassend untersucht.
Deshalb haben wir als Verein #LKGmündbleibt gemeinsam mit unabhängigen Fachleuten eine eigene Studie in Auftrag gegeben. Die ersten Ergebnisse zeigen bereits: Es gibt Alternativen, die das Krankenhaus nicht nur erhalten, sondern langfristig weiterentwickeln und in öffentlicher Verantwortung absichern.
Die Studie ist noch nicht abgeschlossen. Dennoch möchten wir die bisherigen Erkenntnisse bereits jetzt veröffentlichen. Denn wir sind überzeugt: Die Menschen im Bezirk Gmünd haben es verdient, die Auswirkungen einer Schließung und die vorhandenen Alternativen zu kennen.
Wir haben uns die Arbeit gemacht, die offenen Fragen zu untersuchen. Nehmen Sie sich die Zeit, die Ergebnisse zu lesen und sich selbst ein Bild zu machen.
Studie „Regionalwirtschaftliche Optimierung des Gesundheitsversorgungsstandorts Gmünd in NÖ“
Das Fachärztezentrum in der Bleyleben kostet nach einer von uns beauftragten nagelneuen Studie mehr, als unser Krankenhaus auf den neuesten Stand zu bringen. Wozu alles von Notaufnahme und Operationssälen bis zur Küche neu bauen? Man kann ja doch ein Fachärztezentrum im Landesklinikum integrieren. Wer rasch ein Spitalsbett braucht, soll es in der Nähe finden können; wie wichtig eine nahe Bettenreserve ist, war eine der Lehren aus der Pandemie, und nach Unfällen müssen oft möglichst rasch Operationen, die jede Standardchirugie beherrscht, möglich sein.
Man sieht es dem neuen Gesundheitsplan des Landes an, dass er ohne Patient*innenvertretung und ohne das Waldviertel und mit dem Ziel verfasst wurde, Kosten vom Land nicht nur zu Sozialversicherungen, sondern vor allem hin zu den Patient*innen zu verschieben. Wer nicht das Geld für Wahlärzte hat, wartet lang und bekommt weniger Leistung – ein von einem Privatinvestor errichtetes Fachärztezentrum wird das nicht verbessern. Wer garantiert, dass auf Dauer dort nur Kassenpraxen sein werden?
Ersetzt man das Krankenhaus durch ein Fachärztezentrum, fehlen dieser Studie zu Folge pro Kopf und Jahr in Gmünd 825 € Wertschöpfung, die Liegenschaftspreise in Gmünd Neustadt sinken um 12 Millionen Euro, wo Arztpraxen waren, bleibt Leerstand, um Wartezeit abzukürzen wird man wohl oder übel mehr für Wahlärzte zahlen; zudem ist bei einem privaten Investor nie sicher, ob und wann er überhaupt bauen wird, und es bleibt immer ein Insolvenz- und Vertragsbruchrisiko. Die angekündigten Leistungen des Fachärztezentrums auf der Mülldeponie Bleyleben rechtfertigen eine Investition von ca.12 Mill.€, wie die vom Land NÖ angeführten 30 kurz- und bis zu 120 Millionen langfristig investiert werden sollen, bleibt unklar und auch, warum das Land eine Lösung sucht, um ohne Ausschreibung bauen zu können, wo Ausschreibungen doch dazu da sind, dass kostengünstiger gebaut wird.
Mit insgesamt geringerer Belastung öffentlicher Haushalte könnte man ein Kassen-Fachärztezentrum im Landesklinikum integrieren, die bestehenden Leistungen des Landesklinikums so anpassen, dass Interne und Remobilisierung bleiben, insgesamt weniger oft für Behandlungen der Bezirk verlassen werden muss (z.B. Gynäkologieklinik, Augenklinik, Gastroenterologie, usw.), und dass sogar ein Zentrum für die Einführung von Innovationen in Kleinkrankenhäuser am Standort etabliert werden kann. Die höheren Betriebskosten werden durch den Wegfall von Baukosten in der Bleyleben und für mehr Betten in Zwettl und Horn, durch viel weniger Fahrtkosten und höhere Wertschöpfung mehr als ausgeglichen. Und wenn es wehtut, wartet ein Bett mit Pflege auf Sie, wie es sich jahrzehntelang bewährt hat. Lassen Sie sich nicht von PR-Texten blenden, suchen sie in den Inseraten der Langesgesundheitsagentur, wo da wirklich ein Zusatznutzen sein soll. Sehen sich die Studie an, um besser informiert mitreden zu können, und kommen Sie zum Infoabend!
Studie zum Gesundheitsversorgungsstandort Gmünd“: Download als PDF
Last Updated: 06.06.2026
Endlich! Erste Studienergebnisse
1,7 Millionen Euro später: Die Folgen der Schließung und bessere Alternativen blieben bislang ungeprüft
Mit dem Gesundheitsplan 2040+ wurde die Schließung des Landesklinikums Gmünd beschlossen. Wie aus den Antworten auf unsere IFG-Anfragen hervorgeht, wurden die wirtschaftlichen, volkswirtschaftlichen, ökologischen und regionalen Folgen dieser Entscheidung sowie mögliche Alternativen jedoch nie umfassend untersucht.
Deshalb haben wir als Verein #LKGmündbleibt gemeinsam mit unabhängigen Fachleuten eine eigene Studie in Auftrag gegeben. Die ersten Ergebnisse zeigen bereits: Es gibt Alternativen, die das Krankenhaus nicht nur erhalten, sondern langfristig weiterentwickeln und in öffentlicher Verantwortung absichern.
Die Studie ist noch nicht abgeschlossen. Dennoch möchten wir die bisherigen Erkenntnisse bereits jetzt veröffentlichen. Denn wir sind überzeugt: Die Menschen im Bezirk Gmünd haben es verdient, die Auswirkungen einer Schließung und die vorhandenen Alternativen zu kennen.
Wir haben uns die Arbeit gemacht, die offenen Fragen zu untersuchen. Nehmen Sie sich die Zeit, die Ergebnisse zu lesen und sich selbst ein Bild zu machen.
Studie „Regionalwirtschaftliche Optimierung des Gesundheitsversorgungsstandorts Gmünd in NÖ“
Das Fachärztezentrum in der Bleyleben kostet nach einer von uns beauftragten nagelneuen Studie mehr, als unser Krankenhaus auf den neuesten Stand zu bringen. Wozu alles von Notaufnahme und Operationssälen bis zur Küche neu bauen? Man kann ja doch ein Fachärztezentrum im Landesklinikum integrieren. Wer rasch ein Spitalsbett braucht, soll es in der Nähe finden können; wie wichtig eine nahe Bettenreserve ist, war eine der Lehren aus der Pandemie, und nach Unfällen müssen oft möglichst rasch Operationen, die jede Standardchirugie beherrscht, möglich sein.
Man sieht es dem neuen Gesundheitsplan des Landes an, dass er ohne Patient*innenvertretung und ohne das Waldviertel und mit dem Ziel verfasst wurde, Kosten vom Land nicht nur zu Sozialversicherungen, sondern vor allem hin zu den Patient*innen zu verschieben. Wer nicht das Geld für Wahlärzte hat, wartet lang und bekommt weniger Leistung – ein von einem Privatinvestor errichtetes Fachärztezentrum wird das nicht verbessern. Wer garantiert, dass auf Dauer dort nur Kassenpraxen sein werden?
Ersetzt man das Krankenhaus durch ein Fachärztezentrum, fehlen dieser Studie zu Folge pro Kopf und Jahr in Gmünd 825 € Wertschöpfung, die Liegenschaftspreise in Gmünd Neustadt sinken um 12 Millionen Euro, wo Arztpraxen waren, bleibt Leerstand, um Wartezeit abzukürzen wird man wohl oder übel mehr für Wahlärzte zahlen; zudem ist bei einem privaten Investor nie sicher, ob und wann er überhaupt bauen wird, und es bleibt immer ein Insolvenz- und Vertragsbruchrisiko. Die angekündigten Leistungen des Fachärztezentrums auf der Mülldeponie Bleyleben rechtfertigen eine Investition von ca.12 Mill.€, wie die vom Land NÖ angeführten 30 kurz- und bis zu 120 Millionen langfristig investiert werden sollen, bleibt unklar und auch, warum das Land eine Lösung sucht, um ohne Ausschreibung bauen zu können, wo Ausschreibungen doch dazu da sind, dass kostengünstiger gebaut wird.
Mit insgesamt geringerer Belastung öffentlicher Haushalte könnte man ein Kassen-Fachärztezentrum im Landesklinikum integrieren, die bestehenden Leistungen des Landesklinikums so anpassen, dass Interne und Remobilisierung bleiben, insgesamt weniger oft für Behandlungen der Bezirk verlassen werden muss (z.B. Gynäkologieklinik, Augenklinik, Gastroenterologie, usw.), und dass sogar ein Zentrum für die Einführung von Innovationen in Kleinkrankenhäuser am Standort etabliert werden kann. Die höheren Betriebskosten werden durch den Wegfall von Baukosten in der Bleyleben und für mehr Betten in Zwettl und Horn, durch viel weniger Fahrtkosten und höhere Wertschöpfung mehr als ausgeglichen. Und wenn es wehtut, wartet ein Bett mit Pflege auf Sie, wie es sich jahrzehntelang bewährt hat. Lassen Sie sich nicht von PR-Texten blenden, suchen sie in den Inseraten der Langesgesundheitsagentur, wo da wirklich ein Zusatznutzen sein soll. Sehen sich die Studie an, um besser informiert mitreden zu können, und kommen Sie zum Infoabend!
Studie zum Gesundheitsversorgungsstandort Gmünd“: Download als PDFKategorie: Action, Politik
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