Vernetzung mit dem Aktionsbündnis Klinikum Lippe

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Wir freuen uns sehr über die Vernetzung mit dem Aktionsbündnis Klinikum Lippe. Denn eines zeigt sich klar: Die Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung betreffen viele Regionen – nicht nur uns. Den folgenden Text haben wir für unsere Deutschen Mitstreiter gescchrieben

Danke an das Aktionsbündnis Lippe für den Austausch und die Zusammenarbeit!

#LKGmündbleibt – Engagement für eine verlässliche Gesundheitsversorgung im Waldviertel

Der Verein #LKGmündbleibt ist eine überparteiliche Bürgerinitiative aus dem Bezirk Gmünd in Niederösterreich. Entstanden ist der Verein aus der wachsenden Sorge um die zukünftige Gesundheitsversorgung in einer ländlichen Region – und aus dem klaren Wunsch heraus, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv einzubringen. Was als lose Bewegung begann, hat sich mittlerweile zu einem strukturierten, gemeinnützigen Verein entwickelt. Uns eint das Ziel, eine wohnortnahe, qualitativ hochwertige und öffentlich abgesicherte Gesundheitsversorgung langfristig zu erhalten.

Worum es uns geht

Im Zentrum unserer Arbeit steht das Landesklinikum Gmünd – ein gut funktionierendes, etabliertes Krankenhaus, das für die medizinische Versorgung einer ganzen Region unverzichtbar ist.

Mit dem sogenannten „Gesundheitspakt 2040+“ wurde jedoch eine grundlegende Neuausrichtung der Spitalslandschaft in Niederösterreich beschlossen. Für Gmünd bedeutet das konkret die geplante Schließung des bestehenden Klinikstandortes und der Ersatz durch neue Versorgungsstrukturen, deren konkrete Ausgestaltung bis heute nur in groben Zügen vorliegt.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Struktur: Was als „Ersatz“ dargestellt wird, bedeutet einen klaren Rückbau der bisherigen Versorgung. Eine Einrichtung ohne die Leistungsbreite und Absicherung eines öffentlichen Krankenhauses kann dieses nicht ersetzen. Gerade dieser Umstand – ein tiefgreifender Eingriff ohne gleichwertigen Ersatz – führt zu wachsender Verunsicherung in der Bevölkerung.

Unsere Perspektive

Wir sind keineswegs gegen Reformen im Gesundheitssystem. Im Gegenteil: Veränderungen sind notwendig, um Versorgung langfristig sicherzustellen. Entscheidend ist jedoch, wie diese umgesetzt werden.

Aus unserer Sicht braucht es transparente Entscheidungsgrundlagen, nachvollziehbare Planungen und vor allem die Sicherheit, dass bestehende, funktionierende Strukturen nicht vorschnell aufgegeben werden. Besonders kritisch sehen wir die seit über einem Jahr anhaltende Untätigkeit und das Fehlen konkreter, belastbarer Konzepte. Dadurch entsteht der Eindruck, dass der Gesundheitsplan keine ausreichend fundierte Grundlage hat.

Zentrale Fragen bleiben bis heute unbeantwortet: Auf welcher Basis wurden die Bewertungen getroffen? Welche medizinischen, wirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Analysen liegen zugrunde? Welche Szenarien wurden geprüft? Der Eindruck drängt sich auf, dass wesentliche Entscheidungsgrundlagen entweder nicht offengelegt werden – oder in dieser Form gar nicht vorliegen.

Gemeinsamkeiten, die verbinden

Umso wertvoller ist für uns der Austausch mit dem Aktionsbündnis Lippe. Denn trotz unterschiedlicher regionaler Rahmenbedingungen zeigen sich klare Parallelen: Strukturveränderungen im Gesundheitswesen, fehlende Planungssicherheit und die Einbindung privater Investoren in zentrale Versorgungsbereiche.

Auch in unserem Fall tritt mit der geplanten „Gesundheitsklinik“ ein privater Investor – die Hofmeister-Gruppe – in Erscheinung. Welche Rolle dieser künftig tatsächlich einnehmen wird und wie sich dies auf die öffentliche Gesundheitsversorgung auswirkt, ist bislang nicht ausreichend geklärt.

Diese Entwicklungen werfen grundlegende Fragen auf: Wie viel öffentliche Verantwortung darf abgegeben werden – und wie stellt man sicher, dass die Versorgung der Bevölkerung langfristig gesichert bleibt?

Unser Zugang

Unser Verein setzt auf einen sachlichen, konstruktiven und lösungsorientierten Dialog.

Mit der Einbringung eines Initiativantrags zur Durchführung einer Volksbefragung haben wir einen wichtigen Schritt gesetzt, um der Bevölkerung eine direkte Mitsprache zu ermöglichen. Seither ist sowohl auf regionaler als auch auf Landesebene Bewegung in die Thematik gekommen.

Unser Ziel ist klar: die Durchsetzung der im Übernahmevertrag aus dem Jahr 2004 zwischen dem Land Niederösterreich und der Stadtgemeinde Gmünd vereinbarten Standortgarantie eines allgemein öffentlichen Krankenhauses.

Dafür führen wir Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern, bringen Anfragen ein, analysieren Konzepte und informieren die Bevölkerung. Gleichzeitig mobilisieren wir dort, wo es notwendig ist, um auf die Bedeutung einer funktionierenden regionalen Gesundheitsversorgung aufmerksam zu machen.

Warum Vernetzung wichtig ist

Die Zusammenarbeit mit anderen Initiativen zeigt: Die Herausforderungen sind keine Einzelfälle. Was in einzelnen Regionen passiert, ist oft Teil größerer struktureller Entwicklungen. Umso wichtiger ist es, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und gemeinsam für transparente, faire und nachhaltige Lösungen einzutreten.

Gesundheitsversorgung ist keine abstrakte Größe – sie betrifft jeden einzelnen Menschen. Und sie verdient eine Planung, die sich am tatsächlichen Bedarf der Bevölkerung orientiert. #LKGmündbleibt steht für: Verantwortung. Transparenz. Dialog. Und für den klaren Anspruch, dass gute Gesundheitsversorgung kein Rückschritt sein darf.

Klage auf verbindlichen Ersatz?

27. März 2026: Auf Antrag der Bürgermeisterin fasste der Gmünder Gemeinderat den Beschluss, die Vorbereitung einer Klage gegen das Land NÖ bezüglich Übergabevertrag Krankenhaus Gmünd, „da bis heute keine verbindliche Ersatzlösung vorgelegt wurde“. Die Wiener Rechtsanwaltskanzlei Kuhn wurde soll beauftragt werden.

Ergänzungsantrag: Für Standortgarantie !

Von SPÖ Stadtrat Miksch wurde ein Ergänzungsantrag eingebracht, um die Inhalte der Klage klar zu definieren und abzusichern:

  • Ziel der Klage ist der Erhalt des Landesklinikums Gmünd als allgemein öffentliches Krankenhaus.
  • Gegenstand der Klage ist die Durchsetzung der im Übernahmevertrag verankerten Standortgarantie.
  • Zusätzlich soll eine einstweilige Verfügung eingebracht werden, um bis zur rechtlichen Klärung weitere Leistungseinschränkungen zu verhindern und den aktuellen Versorgungsstand zu sichern.
  • Zudem wird eine fachliche Abstimmung mit weiteren unabhängigen Rechtsexperten angeregt, um Qualität und Unabhängigkeit sicherzustellen.

Die ÖVP als stimmenstärkste Fraktion hat sich Zeit zur Prüfung erbeten. Der Ergänzungsantrag wird daher erst in der nächsten Stadtratssitzung behandelt und zur Abstimmung gebracht. Begründet wurde die Vertagung unter anderem mit rechtlichen Fragestellungen, die zu klären seien.

Aus unserer Sicht sind diese Punkte bereits fachlich eingeordnet. Umso mehr kommt der nächsten Entscheidung Bedeutung zu. Sie wird zeigen, ob eine klare und verbindliche Klagsführung im Sinne der Bevölkerung unterstützt wird – oder ob es bei allgemeinen Ankündigungen ohne konkrete Ausgestaltung bleibt.

Die Verunsicherung in der Bevölkerung ist weiterhin spürbar. Umso wichtiger ist jetzt Transparenz, Klarheit und ein entschlossenes Vorgehen im Interesse der Gesundheitsversorgung in unserer Region.

Details von der Gemeinderatssitzung

Für alle, die nicht bei der Gemeinderatssitzung vor Ort dabei waren, möchten wir unsere Wahrnehmung der Ereignisse sachlich schildern:

Zum Tagesordnungspunkt „Klagseinbringung“ wurden zwei zentrale Inhalte behandelt. Zum einen der Antrag der Bürgermeisterin, zum anderen der Ergänzungsantrag von Stadtrat Thomas Miksch.

Der Ergänzungsantrag zielte darauf ab, zentrale Punkte der geplanten Klage klar zu definieren und fachlich abzusichern. Konkret ging es um die Präzisierung von Klagsziel und Klagsgrund sowie um die ausdrückliche Ergänzung einer einstweiligen Verfügung zur Sicherstellung, dass bis zur rechtlichen Klärung keine weiteren Leistungseinschränkungen am Landesklinikum Gmünd erfolgen können. Zusätzlich wurde angeregt, neben der bereits vorgesehenen Kanzlei weitere unabhängige juristische Experten einzubinden, um die Qualität und Tragfähigkeit der Klage bestmöglich abzusichern.

Der Antrag der Bürgermeisterin wurde einstimmig angenommen. Für den Ergänzungsantrag sprach sich neben der SPÖ Fraktion auch Stadtrat Roman Erhart unterstützend aus. Seitens der stimmenstärksten Fraktion ÖVP wurde um Zeit zur weiteren Prüfung ersucht, eine Abstimmung darüber soll in der nächsten Stadtratssitzung erfolgen. Es sei zu klären, ob die beauftragte Kanzlei Kuhn überhaupt bereit ist, mit weiteren Rechtsanwälten zusammenzuarbeiten. Ebenso bestand Unsicherheit darüber, ob eine einstweilige Verfügung überhaupt ein Instrument des österreichischen Zivilrechts sei oder eher „aus dem amerikanischen Fernsehen bekannt“.

Offen bleibt derzeit auch, wie der weitere Ablauf konkret gestaltet wird: Wer beschließt letztlich die fertige Klagsschrift – der Gemeinderat, der Stadtrat oder die Bürgermeisterin? Und in welchem Zeitrahmen soll dies erfolgen? Wenn – wie vielfach betont – tatsächlich alle dasselbe Ziel verfolgen, dann sollte es möglich sein, auch die notwendigen rechtlichen Grundlagen rasch, transparent und überparteilich zu schaffen.

Jetzt kommt es auf Tempo, Klarheit und saubere Entscheidungen an. Auf bereits vereinbarte Sitzungen zu warten, ist in dieser Situation nicht zielführend – es kostet wertvolle Zeit.

Zur Einordnung für Interessierte: Eine einstweilige Verfügung ist ein etabliertes und wesentliches rechtliches Instrument, um vorläufigen Rechtsschutz zu sichern. Dass hier Unsicherheit besteht, zeigt, wie dringend eine fundierte und klare rechtliche Vorbereitung notwendig ist.

Brief an die Volksanwaltschaft

26. März 2026: Im Juli 2025 hat unser Vereinsmitglied und Beirat Herbert Weber eine Beschwerde bei der Volksanwaltschaft eingereicht. Als Antwort wurde eine Stellungnahme des Amtes der Niederösterreichischen Landesregierung übermittelt, die im Wesentlichen die bekannte Argumentation von Landesregierung und LGA enthält. Nun haben wir uns – gemeinsam mit Herbert Weber – nochmal an Volksanwalt Achitz gewandt, mit der Bitte, den Fall wieder aufzurollen:

Die im Übergabevertrag aus dem Jahr 2004 zugesicherte Standortgarantie für ein allgemeines öffentliches Krankenhaus in Gmünd muss eingehalten werden. Es kann nicht sein, dass der Vertragspartner Land Niederösterreich mit dem RSG NÖ 2030 einen Plan beschließt, der den bestehenden Übergabevertrag mit der Gemeinde Gmünd bricht.

Eine sogenannte „Gesundheitsklinik“ Gmünd, mit der die klinischen Leistungen auf eine 24/7 Notfallversorgung und ein ambulantes OP-Zentrum zusammengekürzt werden, kann kein allgemeines öffentliches Krankenhaus mit Bettenstation ersetzen.

26.03.26 – Brief an die Volksanwaltschaft: Download als PDF 03.12.25 – Volksanwaltschaft an Herbert Weber: Download als PDF

Bürger-Initiativantrag mit 640 Unterschriften übergeben

20. März 2026: Unsere Obfrau Tamara hat gemeinsam mit Stadtrat Thomas Miksch unseren Bürger-Initiativantrag an die Stadtgemeinde Gmünd übergeben. Innerhalb weniger Tage konnten wir 640 Unterschriften von Gmünder Gemeindebürger:innen sammeln. Die Zustimmung, der Zuspruch und die Wertschätzung aus der Bevölkerung war enorm. Unsere Initiative hat das klare Ziel, den Bürgerinnen und Bürgern in einer zentralen Zukunftsfrage der Region eine direkte Stimme zu geben und eine rechtliche Absicherung des Krankenhaus Gmünd zu ermöglichen.

Konkret soll über folgende Fragestellung abgestimmt werden: „Soll der Gemeinderat Gmünd ehestens die Einbringung einer zivilgerichtlichen Klage auf Einhaltung der Standortgarantie in dem zwischen dem Land Niederösterreich und der Stadtgemeinde Gmünd am 30.11.2004 geschlossenen Übernahmevertrag für die Weiterführung des Krankenhauses Gmünd beschließen?“

Unser Krankenhaus hat eine enorme Bedeutung für die Region. Eine wohnortnahe und verlässliche medizinische Versorgung ist nur mit dem Erhalt unseres allgemeinen öffentlichen Krankenhauses langfristig gesichert.

Klage auf Standortgarantie: Gemeinde in Zugzwang

16. März 2026: Eine Woche nach Start unserer Unterschriftensammlung für eine Volksbefragung bezüglich Einklagen der Standortgarantie für das Krankenhaus Gmünd können wir einen ersten Erfolg verbuchen: Bei der Stadtratssitzung am 16.03. wurde ein Dringlichkeitsantrag an den Gemeinderat beschlossen, der die Vorbereitung einer Klage gegen das Land Niederösterreich vorschlägt.

In den vergangenen Monaten entstand bei vielen Bürgerinnen und Bürgern der Eindruck, dass seitens der Gemeindeführung gegenüber dem Land Niederösterreich nicht mit der notwendigen Entschlossenheit und Klarheit agiert wurde. Umso erfreulicher ist es, dass der Start unserer Initiative – innerhalb von nur drei Tagen konnten bereits über 600 Unterstützungserklärungen gesammelt werden – offenbar zusätzliche Dynamik in die Diskussion bringt und spürbar Bewegung in die Angelegenheit kommt.

Damit zeigt sich, dass unsere Arbeit als Verein Wirkung entfaltet und die Interessen der Gmünder Bevölkerung sichtbar macht. Wir begrüßen diese Entwicklung. Ein klares Zeichen der Ernsthaftigkeit wäre aus unserer Sicht, den Verein in die konkrete Ausformulierung der Klage einzubinden – wir stehen dafür jederzeit gemeinsam mit einem Rechtsanwalt unseres Vertrauens bereit.

Gleichzeitig fordern wir klar, dass auch eine einstweilige Verfügung Teil der Klage ist. Sie ist zwingend erforderlich, um einer Aushöhlung der im LK Gmünd angebotenen Leistungen sowie einem schrittweisen Herunterfahren des Standorts wirksam entgegenzuwirken.

In jedem Fall werden wir genau beobachten, ob es sich bei dem aktuellen Dringlichkeitsantrag nicht erneut um ein politisches Ablenkungsmanöver der ÖVP-Stadtregierung handelt, und unseren Einsatz für den Erhalt der öffentlichen Gesundheitsversorgung durch das LK Gmünd weiterhin konsequent fortsetzen.

Unseren Initiativantrag auf Volksbefragung werden wir jedenfalls einbringen. Beim Sammeln der Unterschriften haben wir viele Gespräche geführt, die uns sehr berührt und zugleich motiviert haben. Der Zuspruch, die Wertschätzung und das Vertrauen aus der Bevölkerung sind für uns von unschätzbarem Wert. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken. Ein ganz besonderer Dank gilt unseren Mitgliedern, die mit großem Engagement, Einsatz und Zusammenhalt tagtäglich mithelfen und diese Bewegung überhaupt erst möglich machen.

Ihr könnt sicher sein: Wir werden wachsam bleiben und darauf achten, dass der eingeschlagene Weg konsequent weiterverfolgt wird – ohne Rückfall in taktische Manöver.

Bürger-Initiativantrag für Standortgarantie

08. März 2026: Ab sofort sammeln wir Unterschriften für die Einreichung eines Bürger-Initiativantrags zur Durchführung einer Volksbefragung bezüglich Einklagen der Standortgarantie für das Krankenhaus Gmünd !

Zur Einreichung brauchen wir 450 Unterschriften von wahlberechtigten Bürger:innen mit Hauptwohnsitz in der Gemeinde Gmünd. In den nächsten Wochen werden wir von Tür zu Tür gehen und an öffentlichen Plätzen Unterschriften sammeln. Ihr könnt auch im Shop Karasek, Litschauer Str. 38a, unterschreiben.

Die Region braucht Rechtssicherheit, deshalb:
Klage für die Einhaltung der Standortgarantie!

Warum muss aus Sicht der Unterzeichner:innen die Stadtgemeinde Gmünd die Einhaltung des Übernahmevertrages mit der Standortgarantie für ein allgemein öffentliches Krankenhaus einklagen?

  • Die Region braucht für die Zukunft Rechtssicherheit
  • Der Erhalt des Krankenhaus Gmünd ist für die Region überlebenswichtig
  • Die Klage kann laut Rechtsmeinung nur die Stadtgemeinde Gmünd einbringen
  • Der Gemeinderat der Gemeinde Gmünd lehnte in der Sitzung am 16. Dezember 2025 einen Dringlichkeitsantrag auf Einklagen der Standortgarantie ab
  • Wenn diesem zweckmäßigen und berechtigten Verlangen trotz dem Gelöbnis jedes Mandatars, das „Wohl der Gemeinde nach bestem Wissen und Gewissen zu fördern“ (§97 NÖ Gemeindeordnung) damit nicht nachgekommen wurde, ist offenbar, dass die Bevölkerung an der Reihe ist ihren Mehrheitswillen zum Ausdruck zu bringen
  • Rechtsanwalt Dr. Lorenz Riegler ist jedenfalls bereit die Klage für die Stadtgemeinde Gmünd zu führen.

Warum braucht es einen Bürger-Initiativantrag?

§ 8 NÖ STROG Initiativantrag auf Anordnung einer Bürgerbefragung „Unterstützen mehr als 10 % aller wahlberechtigten Stadtbürger einen Initiativantrag auf Anordnung einer zulässigen Bürgerbefragung (§ 9), muss der Gemeinderat eine Bürgerbefragung anordnen, …“

Das bedeutet: Wenn 10% der in der Stadtgemeinde Gmünd Wahlberechtigten diesen Initiativantrag unterschreiben, muss die Volksbefragung (im Gesetzestext „Bürgerbefragung“ benannt) durchgeführt werden.

Ergebnis der Volksbefragung muss verbindlich gemacht werden!

Weiters fordern wir den Gemeinderat der Stadtgemeinde Gmünd auf zu beschließen, dass das Ergebnis der Volksbefragung verbindlich umgesetzt wird. Denn grundsätzlich muss der Gemeinderat das Ergebnis nicht umsetzen, außer: es gibt dazu einen entsprechenden Gemeinderatsbeschluss!

Kostet das Verfahren nicht zu viel? Nein!

Laut Rechtsauskunft sind die Kosten – je nach Streitwert – im (unteren) fünfstelligen Bereich, selbst wenn alle Instanzen durchgekämpft werden. Dies ist nicht nur erschwinglich und umsetzbar, sondern auch notwendig. Denn: Im Falle einer Krankenhausschließung wird – neben der fehlenden Gesundheitsversorgung – der volkswirtschaftliche Schaden jedenfalls an die 100 Millionen jährlich betragen!

Lassen wir die Bevölkerung entscheiden, ob wir mit der Klage
um unser Recht auf unser Landesklinikum Gmünd kämpfen wollen!

Fünf Anfragen nach dem IFG

11.02.2026: Die Obfrau des Vereins LKGmündbleibt stellt fünf Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz an Mitglieder der Landesregierung. Auf die Antworten dürfen wir alle gespannt sein!

IFG 1: Geplante Schließung des Landesklinikums Gmünd
im Rahmen des „Gesundheitsplans 2040+

IFG 1: Download als PDF

IFG 2: Projekt „Gesundheitsklinik / Bleyleben“ im Zusammenhang mit
der geplanten Schließung des Landesklinikums Gmünd

IFG 2: Download als PDF

IFG 3: Auswahl, Prüfung und vertragliche Einbindung der Hofmeistergruppe
im Zusammenhang mit dem Projekt „Gesundheitsklinik / Bleyleben“

IFG 3: Download als PDF

IFG 4: Ausschreibung, Vergabe und Umsetzung der Sekundärtransporte
im Waldviertel im Zusammenhang mit dem „Gesundheitsplan 2040+“
und der geplanten Schließung des Landesklinikums Gmünd

IFG 4: Download als PDF

IFG 5: Gesamtwirtschaftliche und volkswirtschaftliche Bewertung
des „Gesundheitsplans 2040+“ unter besonderer Berücksichtigung
der geplanten Schließung des Landesklinikums Gmünd

IFG 5: Download als PDF

Pressekonferenz Plattform NÖ

22. Jänner 2026: Einige Statements von Vertreter:innen der neu gegründeten Plattform NÖ #Neuverhandlung Gesundheitsplan 2040+ wurden aufgezeichnet und können hier angesehen werden. (Links öffnen Youtube Videos.)

Tamara Schönsgibl
Obfrau #LKGmündbleibt
Josef Baum
Stadtrat Purkersdorf, #unsernotarztbleibt
Rudolf Preyer
Gemeinderat Retz, #unsernotarztbleibt
Edmund Cvak
Pensionisten Aktivist Purkersdorf und Pressbaum, #unsernotarztbleibt
Dr. Alfred Lichtschopf
Internist, #unsernotarztbleibt
Christian Oberlechner
Obmann ÖSI, #LKGmündbleibt

25.000 Unterschriften an Landesrat Kasser übergeben

22. Jänner 2025: Nach Protesten und Mahnwachen in Gmünd und bei den Landtagssitzungen in St. Pölten gab es endlich ein Gespräch mit dem zuständigen Landesrat Kasser. Wir haben nicht viel mehr erwartet als nette Worte und mehr haben wir auch nicht bekommen, konnten aber zumindest mehr als 25.000 Unterschriften für den Erhalt des Landesklinikums Gmünd übergeben.

Die Argumente, die im Rahmen des Gesundheitspaktes 2040+ für die Schließung des Krankenhauses in Gmünd angeführt werden, sind unseriös und wenig glaubwürdig. Das Landesklinikum Gmünd ist nicht am Ende seiner Lebenszeit. Doch während der Gesundheitspakt 2040+ offiziell Versorgungssicherheit verspricht, wird ein funktionierendes Krankenhaus demontiert. Ziel ist die Schließung im Jahr 2027 – auffallend passend zum politischen Wahlkalender. Ein Auffangnetz? Fehlanzeige. Ein gleichwertiger Ersatz? Nicht vorgesehen. Eine solidarisch finanzierte Gesundheitsversorgung für die Region? Nicht erkennbar.

Die Landespolitik will uns mit Gesprächen besänftigen doch wir geben nicht auf sondern kämpfen weiter! Und Gmünd steht nicht alleine. Überregional formiert sich Widerstand gegen die Aushöhlung des öffentlichen Gesundheitssystems. Eine neue Plattform fordert die Wiederaufschnürung des Gesundheitspakts 2040+ – nicht aus Prinzip, sondern aus Verantwortung. Für eine echte Reform, die Versorgung verbessert statt sie abzubauen. Die wirtschaftlich sinnvoll ist, volkswirtschaftlich tragfähig und regional gerecht. Einen Fixpunkt gibt es bereits: Am 23. April wird anlässlich der Landtagssitzung in St. Pölten eine Demonstration stattfinden.

Presseaussendung zum Termin mit LR Kasser: Download als PDF

Gründung Plattform NÖ

22. Jänner 2026: Pressekonferenz der
Plattform NÖ #Neuverhandlung Gesundheitsplan 2040+

Im März 2025 wurde der „NÖ Gesundheitsplan 2040+“ der Öffentlichkeit bekanntgegeben. Doch die Landesregierung verkennt bislang, dass dem rund 50-köpfigen, aus öffentlichen Mitteln finanzierten Expertengremium bei der Ausarbeitung der als „Gesundheitsreform“ titulierten Maßnahmen grundlegende Fehleinschätzungen unterlaufen sind.

Unter dem Deckmantel einer Reform wird der Bevölkerung ein Maßnahmenpaket präsentiert, das in Wahrheit eine strukturelle Reduktion und Ausdünnung der Gesundheitsversorgung bedeutet – insbesondere in den ländlichen Regionen. Das Landesklinikum Gmünd soll geschlossen werden, das Schwerpunktkrankenhaus Mistelbach soll den Schwerpunkt verlieren und 11 Notarztstützpunkte sollen aufgelöst werden. Regionale Fachleute, die ihre Regionen, deren Herausforderungen und die Bedürfnisse der Menschen seit Jahrzehnten kennen, weisen eindeutig darauf hin, dass diese Maßnahmen keine Verbesserung bringen, sondern zu einer nachhaltigen Verschlechterung der Versorgungssicherheit führen. Diese Einschätzungen werden von Politik und LGA bislang negiert oder mit unverbindlichen Gesprächen und immer gleichen, nicht belegten Vierbesserungsversprechen abgetan.

Doch Gesundheit und Leben sind zu wichtig, um klein beizugeben. Daher haben wir von #LKGmündbleibt gemeinsam mit der Initiative #UnserNotarztBleibt die Plattform NÖ – #Neuverhandlung Gesundheitsplan 2040+ ins Leben gerufen. Der Plattform gehören mittlerweile elf Regionen an, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: die Neuverhandlung des Gesundheitsplans 2040+.

Vertretene Initiativen und Regionen:
Verein #LKGmündbleibt (Gmünd); Interessensgemeinschaft Pro Schwerpunktkrankenhaus Mistelbach (Mistelbach); #UnserNotarztBleibt (Purkersdorf, Waidhofen an der Ybbs, Ybbs/Persenbeug, Pöggstall, Groß-Enzersdorf, Retz, Klosterneuburg, Raabs, Hainburg)

Pressemappe Plattform NÖ #Neuverhandlung Gesundheitsplan 2040+, Pressekonferenz 22.01.2026: Download als PDF Bildergalerie: Pressekonferenz Plattform NÖ #Neuverhandlung Gesundheitsplan 2040+